letzte Aktualisierung: März 2026
Aktualisierung – März 2026
Dieser Artikel wurde im März 2026 umfassend überarbeitet. Das Fazit bleibt klar: Montana Energie ist nicht insolvent und war es auch nie. Der Artikel wurde um aktuelle Kundenbewertungen, neue Tarif-Informationen sowie die Einordnung der Energiemarktlage 2025/2026 ergänzt.
Lagebericht auf einen Blick – Stand: März 2026
| Insolvenzstatus | Kein Insolvenzantrag gestellt. Montana Energie ist zahlungsfähig und am Markt aktiv. |
| Kunden | Rund 600.000 Kunden in Deutschland und Österreich (Strom, Gas, Heizöl). |
| Bewertung | 4,0 von 5 Sternen auf Trustpilot (über 12.000 Bewertungen, Stand März 2026). Vereinzelte Kritik an Abrechnungsprozessen. |
| Tarife 2026 | 12- und 24-Monats-Tarife mit Preisgarantie verfügbar. 100 % Ökostrom aus Wasserkraft. Neue dynamische Tarife im Angebot. |
| Sitz | Grünwald bei München. Familienunternehmen, gegründet 1960. Geführt in 2. Generation durch Stefan und Florian Koburger. |
Montana Energie gehört zu den bekanntesten mittelständischen Energieanbietern in Deutschland – und wird seit der Insolvenzwelle der Billiganbieter in den Jahren 2021 und 2022 immer wieder mit der Frage konfrontiert: Ist Montana Energie pleite? Die klare Antwort lautet: Nein. Das Münchner Familienunternehmen ist nicht insolvent und war es auch zu keinem Zeitpunkt.
Die Verunsicherung unter Kunden ist dennoch nachvollziehbar. Als in den Jahren 2021 bis 2023 Dutzende Billigstromanbieter in die Insolvenz rutschten – darunter bekannte Namen wie Günstigstrom, Estroga und viele weitere – schauten Verbraucher kritisch auf alle unabhängigen Energieversorger. Zudem sorgte Montana selbst durch Vertragskündigungen und Preisanpassungen in dieser Phase für Aufsehen.
Dieser Artikel beleuchtet die Hintergründe, erklärt warum Montana die Energiekrise überstand, und gibt Kunden eine aktuelle Einschätzung zur Finanz- und Servicequalität des Unternehmens.
Unternehmenshintergrund
Die Montana-Gruppe geht auf das Jahr 1960 zurück, als Karl Koburger die Montana Energie-Handel GmbH & Co. KG gründete und zunächst den südbayerischen Raum mit Heizöl belieferte. Heute führen seine Söhne Stefan und Florian Koburger das Familienunternehmen in zweiter Generation.
Der Schritt zum bundesweiten Energieversorger erfolgte schrittweise: 2008 kam Erdgas hinzu, 2013 Strom. Seit 2014 firmiert das Unternehmen als Montana Energieversorgung GmbH & Co. KG. Heute versorgt Montana rund 600.000 Kunden in Deutschland und Österreich mit Strom, Erdgas, Heizöl und erneuerbaren Energien – von 15 Niederlassungen und Verkaufsbüros aus.
Montana erzielte laut Unternehmensangaben im Jahr 2021 einen Umsatz von über 1 Milliarde Euro. Das Unternehmen beschäftigt über 230 Mitarbeiter und ist TÜV-zertifiziert. Der angebotene Strom stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien – hauptsächlich Wasserkraft.
Hintergründe der Verunsicherung
Ab Herbst 2021 explodierten die Großhandelspreise für Gas und Strom – zeitweise um mehrere hundert Prozent. Zahlreiche Discounter-Anbieter, die auf kurzfristige Beschaffungsstrategien gesetzt und günstige Preise ohne ausreichende Absicherung versprochen hatten, wurden zahlungsunfähig. Binnen weniger Monate meldeten Dutzende Anbieter Insolvenz an.
Insolvenzwelle der Billiganbieter 2021-2023 – Auswahl
Günstigstrom, Estroga, Otima, Löwenzahn Energie und weitere Discounter-Anbieter stellten die Versorgung ein
Hunderttausende Kunden rutschten in die teure Grundversorgung und verloren eingezahlte Guthaben
Die Bundesnetzagentur registrierte in 2022 die höchste Zahl an Energieversorger-Insolvenzen in der deutschen Geschichte
Montana Energie gehörte zu keinem Zeitpunkt zu den betroffenen Anbietern – die Versorgung wurde durchgehend aufrechterhalten
Montana reagierte auf die steigenden Beschaffungspreise mit einem anderen Ansatz als insolvente Konkurrenten: Das Unternehmen kündigte im Herbst 2021 Verträge mit einem Teil der Kunden – konkret weniger als fünf Prozent des Kundenstamms – bei denen Preisgarantie und Mindestlaufzeit abgelaufen waren, und bot gleichzeitig angepasste Neuverträge an. Dieser Schritt sorgte für Kritik, war jedoch betriebswirtschaftlich nachvollziehbar und verhinderte eine Schieflage.
Analyse
Der Unterschied zwischen Montana und den insolventen Billiganbietern liegt im Geschäftsmodell. Montana verfolgte von Beginn an eine konservativere Beschaffungsstrategie:
Stabilisierende Faktoren bei Montana
60 Jahre Erfahrung: Breite Produktbasis aus Heizöl, Gas, Strom und erneuerbaren Energien – keine einseitige Abhängigkeit
Konservative Beschaffung: Direkter Einkauf an der Energiebörse mit vorausschauendem Risikomanagement
Familienunternehmen: Langfristige Perspektive statt kurzfristiger Gewinnmaximierung durch Discountpreise
Aktives Preismanagement: Rechtzeitige Vertragsanpassungen und -kündigungen verhinderten eine Schieflage auf Kosten der Substanz
Aktuelle Lage
Stand März 2026 ist Montana Energie ein stabiler, aktiver Anbieter auf dem deutschen Energiemarkt. Neue Kunden wechseln weiterhin zu Montana, und das Unternehmen wirbt aktiv mit günstigen Tarifen und Neukundenrabatten. Die aktuelle Bewertung auf Trustpilot liegt bei 4,0 von 5 Sternen auf Basis von über 12.000 Kundenbewertungen.
Allerdings zeigen aktuelle Kundenbewertungen auch wiederkehrende Schwachstellen: Verzögerte Endabrechnungen nach Vertragsende, Probleme bei der Übermittlung von Zählerständen sowie längere Wartezeiten im telefonischen Kundendienst werden regelmäßig kritisiert. Diese Punkte deuten auf operative Engpässe hin, sind jedoch kein Indiz für finanzielle Schwierigkeiten.
Wichtige Änderung ab Juni 2025: Die Bundesnetzagentur gibt Stromversorgern ab dem 6. Juni 2025 neue Richtlinien für den Lieferantenwechsel vor. Der technische Wechsel muss werktags innerhalb von 24 Stunden vollzogen werden – das betrifft auch Montana-Kunden und vereinfacht den An- und Abmeldeprozess erheblich.
Aktuelle Tarife und Angebote – Stand März 2026
OkoStrom Plus (12M): 12-Monate-Preisgarantie, 100 % Ökostrom aus Wasserkraft, TÜV-zertifiziert
Dynamische Tarife (Vario): Preise orientieren sich direkt an der Strombörse – geeignet für flexible Verbraucher
Wärmepumpen-/Heizstrom: Günstigere Sondertarife für Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen
Gastarife: 24-Monate-Tarife mit Preisgarantie für Privat- und Gewerbekunden
Kundeninformation
Auch wenn Montana Energie solide aufgestellt ist – es lohnt sich, die allgemeinen Schutzrechte bei einer Energieanbieter-Insolvenz zu kennen:
Versorgungsschutz: Bei Insolvenz eines Anbieters übernimmt automatisch der örtliche Grundversorger – die Versorgung ist gesetzlich gesichert
Guthaben: Eingezahlte Guthaben müssen zur Insolvenztabelle angemeldet werden – eine vollständige Rückzahlung ist nicht garantiert
Schnell handeln: Grundversorgungstarife sind teuer – so schnell wie möglich zu einem neuen Anbieter wechseln, um Kosten zu begrenzen
Lastschrift widerrufen: Bestehende Lastschriftermächtigungen gegenüber dem insolventen Anbieter sofort widerrufen
Redaktionelle Einschätzung
Bewertung der aktuellen Lage – März 2026
| Kein Insolvenzantrag – das Unternehmen ist zahlungsfähig und aktiv. | |
| Montana hat die Energiekrise 2021-2023 ohne Versorgungsunterbrechungen überstanden. | |
| 600.000 Kunden werden zuverlässig beliefert. Umsatz über 1 Mrd. Euro (2021). | |
| Vereinzelte Kritik an Abrechnungsprozessen und Kundendienst-Erreichbarkeit – kein Indiz für finanzielle Schwierigkeiten. | |
| Volatilität der Energiemärkte bleibt ein generelles Branchenrisiko – kein Anbieter ist vollständig immun. |
Montana Energie ist ein solide aufgestelltes Familienunternehmen, das die turbulenteste Phase des deutschen Energiemarkts ohne Insolvenz überstanden hat – anders als viele Konkurrenten, die günstigere Preise versprachen, aber nicht liefern konnten. Die Preisanpassungen und Vertragskündigungen in der Krisenphase 2021/22 waren Ärgernis für betroffene Kunden, erwiesen sich jedoch als richtiges unternehmerisches Instrument.
Wer aktuell einen Stromanbieter sucht, sollte Montana als Option in den Preisvergleich einbeziehen – und dabei auf die Gesamtkosten einschließlich Grundpreis achten, nicht nur auf den Arbeitspreis. Eine akute Insolvenzgefahr besteht Stand März 2026 nicht.
Quellen
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