Erstellt von Lana

Ist HABA insolvent? Der aktuelle Stand des Traditionsunternehmens 2025

Steht der bekannte Spielwarenhersteller HABA vor der Insolvenz oder hat das Familienunternehmen seine Krise überwunden? Diese Frage beschäftigt viele, seit HABA im Herbst 2023 überraschend finanzielle Schwierigkeiten einräumen musste. Damals sorgte die Nachricht für Schlagzeilen: Der fränkische Hersteller von Holzspielzeugen und Kindermöbeln meldete Insolvenz in Eigenverwaltung an. Inzwischen, zwei Jahre später, ist die akute Phase der Krise vorbei. HABA hat das Insolvenzverfahren beendet und einen harten Sanierungskurs hinter sich. Doch wie stabil ist die Lage 2025 wirklich? Droht dem Traditionsunternehmen eine Pleite, oder befindet es sich auf dem Weg der Besserung? Dieser Artikel beleuchtet die Hintergründe, Maßnahmen und die aktuelle Situation des Unternehmens, damit Leserinnen und Leser verstehen, ob HABA noch in Zahlungsschwierigkeiten steckt oder ob die Insolvenzgefahr gebannt ist.

Ein Traditionsunternehmen in der Krise

HABA (Habermaass GmbH) gilt als Traditionsfirma: Gegründet 1938 von Eugen Habermaass im oberfränkischen Bad Rodach, wuchs das Familienunternehmen über Jahrzehnte zu einem renommierten Hersteller von Holzspielwaren, Brettspielen und Kindermöbeln heran. Bekannt ist HABA vor allem für seine gelb verpackten Kinderspiele wie Obstgarten oder Rhino Hero und hochwertiges Holzspielzeug für die Jüngsten. Unter dem Dach der HABA-Familygroup wurden im Laufe der Zeit auch weitere Sparten aufgebaut, etwa die Möbelmarke HABA Pro (vormals Wehrfritz) für Kindergarten- und Kita-Ausstattung sowie die Kindermode-Marke Jako-o. Trotz dieser breiten Aufstellung blieb HABA ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen mit regionaler Verwurzelung in Oberfranken.

Die Idylle täuschte jedoch: Ab 2022 geriet HABA wirtschaftlich ins Straucheln. Nach dem pandemiebedingten Boom flachte die Nachfrage im Spielwarenmarkt wieder ab, während gleichzeitig Kosten und Lieferkettenprobleme stiegen. Das Unternehmen hatte sich zudem in neue Geschäftsbereiche vorgewagt – etwa Möbelausstattung für Kitas (HABA Pro) und Kinderbekleidung (Jako-o) – was zusätzliche Kosten verursachte. Diese Expansion erwies sich im rückläufigen Markt als problematisch. HABA verzeichnete einen Umsatzrückgang um 11 Prozent auf rund 313 Millionen Euro im letzten Jahr. Insbesondere Fehlentscheidungen früherer Führungskräfte trugen aus Sicht der Belegschaft zur Krise bei. So hatte HABA beispielsweise erst 2023 entschieden, die defizitäre Textilsparte Jako-o auslaufen zu lassen, was vielen als überfälliger Schritt galt.

Im September 2023 spitzte sich die Lage zu: Die Liquidität war angespannt, und HABA sah keine Alternative mehr, als beim Amtsgericht Coburg ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zu beantragen. Dieses spezielle Verfahren ermöglicht es Unternehmen in Not, sich unter Aufsicht eines Sachwalters selbst zu restrukturieren, anstatt von einem Insolvenzverwalter zerschlagen zu werden. HABA war also insolvent im juristischen Sinne – zahlungsunfähig – arbeitete aber mit Hochdruck an einem Sanierungsplan, um eine Zerschlagung oder vollständige Pleite abzuwenden.

Sanierung unter Eigenverwaltung 2023: Radikaler Sparkurs

Mit der Einleitung des Insolvenzverfahrens im Herbst 2023 begann für HABA ein drastischer Sparkurs. Das Management legte ein umfassendes Restrukturierungsprogramm auf, um das Unternehmen wieder profitabel zu machen.

Massiver Stellenabbau

Insgesamt rund 40 Prozent der Belegschaft sollten das Unternehmen verlassen – das entspricht über 650 Arbeitsplätzen. Bereits zum Jahresende 2023 kündigte HABA an, 450 Stellen abzubauen, hauptsächlich am Stammsitz in Bad Rodach. Damit reduzierte sich die Mitarbeiterzahl von ursprünglich 1.677 auf etwa 1.000 Beschäftigte. Für die entlassenen Mitarbeiter wurde eine Transfergesellschaft eingerichtet, um den Übergang abzufedern. Dieser Personalabbau bedeutete einen harten Einschnitt für die Region Oberfranken.

Aufgabe von Randsparten

HABA stellte zum Jahreswechsel 2023/24 seine Kinderbekleidungs-Marke Jako-o vollständig ein. Die Marke – einst für HABA ein weiteres Standbein – hatte in der Krise Verluste geschrieben. Im Zuge der Insolvenz trennte sich das Familienunternehmen von Jako-o; später wurde eine Lizenz der Marke an einen externen Textilhersteller vergeben. Auch ein eigener Möbelproduktionsstandort in Eisleben (Sachsen-Anhalt) wurde geschlossen, um Kosten zu sparen. Zudem zog sich HABA aus einigen Auslandsmärkten zurück – etwa die französische Tochtergesellschaft HABA France wurde Anfang 2024 dichtgemacht. Stattdessen setzt man nun auf Vertriebspartnerschaften im Ausland, etwa über Asmodee als Distributor in Frankreich.

Konzentration auf Kernmarken

Fortan wollte HABA sich wieder auf das besinnen, was die Firma groß gemacht hatte – qualitativ hochwertige Holzspielwaren und Brettspiele für Kinder. Die Unternehmensführung formulierte den Zukunftspakt 2030, der die Marken HABA und HABA Pro ins Zentrum stellt. Andere Nebenmarken oder Experimente sollten zurückstehen. Damit rückte HABA den klassischen Holzbauklotz wieder ins Rampenlicht – ein symbolischer Schritt zurück zu den Wurzeln.

Effizienz und Kostensenkung

Parallel zum Personalabbau wurden interne Strukturen verschlankt. HABA vereinfachte Geschäftsprozesse und baute Hierarchieebenen ab. Gezielte Prozessoptimierungen, besonders in Verwaltungsabteilungen, sollten die Effizienz steigern, sodass mit weniger Personal die gleiche Arbeit bewältigt werden kann. Teure Projekte und Investitionen der Vergangenheit wurden auf den Prüfstand gestellt. Durch all diese Schritte senkte HABA seine Fixkosten deutlich, um wieder wettbewerbsfähig zu werden.

Die Entscheidung zu diesen Maßnahmen fiel dem Management sichtlich schwer. Eine solche Maßnahme sei immer ein Einschnitt, aber es gebe leider keine Alternative, betonte HABA-Geschäftsführer Mario Wilhelm. Man sei sich der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern bewusst und bemühe sich um sozialverträgliche Lösungen. Auch die IG Metall Coburg, die Gewerkschaft der HABA-Belegschaft, stimmte zähneknirschend zu, dass angesichts der Lage kein Weg an harten Schnitten vorbeiführe. Allerdings machten Arbeitnehmervertreter auch deutlich, dass Managementfehler der Vergangenheit wesentlich zur Misere beigetragen hätten.

Abschluss des Insolvenzverfahrens – Neubeginn 2024

Schon nach rund sechs Monaten konnte HABA das Insolvenzverfahren abschließen. Zum 1. März 2024 verließ die HABA Familygroup das Verfahren in Eigenverwaltung erfolgreich. Das insolvente Unternehmen hatte sich damit entschuldet und neu aufgestellt. HABA sei nun wieder zahlungsfähig und habe die Grundlage für eine gesicherte Zukunft gelegt. Für die Region Oberfranken, wo HABA ein wichtiger Arbeitgeber ist, war dies eine erleichternde Nachricht – schließlich stand zwischenzeitlich ein vollständiger Zusammenbruch im Raum.

Bereits kurz nach dem offiziellen Ende der Insolvenz gab es erste Lichtblicke: HABA konnte neue Aufträge an Land ziehen und verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. Man habe Bestellungen von Kommunen erhalten – etwa für die Ausstattung von Kindergärten – und auf Fachmessen wichtige Kontakte geknüpft. Mit der Aufhebung der insolvenzbedingten Beschränkungen darf das Traditionsunternehmen nun auch wieder an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen, was enorm wichtig ist. Einen Großteil seines Umsatzes erzielt HABA über kommunale Aufträge für Kitas und Schulen. Diese Möglichkeit war während des Insolvenzverfahrens stark eingeschränkt.

Die neue Strategie des Hauses wurde im Frühjahr 2024 weiter konkretisiert. HABA werde sich auf seine zwei Hauptgeschäftsfelder fokussieren: hochwertige Spielwaren und Spiele zur frühkindlichen Förderung sowie die Ausstattung von Bildungseinrichtungen unter HABA Pro. Andere Projekte wurden zurückgestellt. Nach der Krise will HABA vor allem Stabilität demonstrieren, anstatt gleich hohe Gewinne zu versprechen.

Gleichzeitig verstärkte die Eigentümerfamilie die Unternehmensführung mit Experten, um den Neustart abzusichern. Neben der Familiengesellschafterin Sabine Habermaass und Geschäftsführer Mario Wilhelm trat Stefanie Frieß als weitere Geschäftsführerin an. Ein externer Lenkungsausschuss wurde als Aufsichtsgremium installiert. Sanierungsexperten betonten, man habe intensiv an tragfähigen Kostenstrukturen und einer nachhaltigen Aufstellung gearbeitet. Diese Weichenstellungen sollen die Traditionsmarke HABA zukunftsfähig halten.

Weiterhin Herausforderungen – Sparen geht 2024 weiter

Trotz des geglückten Insolvenzendes 2024 war HABA noch längst nicht über den Berg. Schon wenige Monate nach Abschluss des Verfahrens zeigten sich weiterhin schwache Zahlen, sodass erneut der Rotstift angesetzt werden musste. Im August 2024 gab das Unternehmen eine weitere Entlassungswelle bekannt: 97 zusätzliche Stellen wurden gestrichen. Dieses Mal traf es vor allem indirekte Bereiche und Verwaltungsposten. Für die betroffenen Beschäftigten wurde erneut eine Transfergesellschaft eingerichtet, um den Übergang sozialverträglich zu gestalten. Die schmerzhafte Botschaft an die Belegschaft: HABA kommt trotz aller Anstrengungen noch nicht zur Ruhe.

Als Grund für die neuen Einschnitte nannte die Firmenleitung die schwache Marktlage. Das Geschäft entwickle sich derzeit schwächer als geplant, räumte HABA ein. Tatsächlich sah sich 2024 die gesamte Konsumgüter- und Spielwarenindustrie mit Kaufzurückhaltung konfrontiert, bedingt durch Inflation und Unsicherheiten. Besonders die Spielwarenbranche hatte nach dem kurzen Pandemie-Boom wieder einen Dämpfer erlitten. Vor diesem Hintergrund ist es für HABA zwar erfreulich, dass das eigene Spielwarengeschäft sich stabil auf Vorjahresniveau hielt. Dennoch reichten diese Umsätze noch nicht, um die ursprünglichen Planungen zu erfüllen – das Unternehmen blieb hinter seinen Zielen zurück.

Die IG Metall kommentierte im Sommer 2024 nüchtern, die Probleme von HABA seien noch nicht ausgestanden. Viele Beschäftigte berichteten von Verunsicherung – die Produktion in Bad Rodach lief immer noch nicht unter Volllast. Positiv war allerdings, dass die Transfergesellschaft für die ersten Entlassungswellen wirkte: Von rund 230 betroffenen Ex-Mitarbeitern hatten bis Sommer 2024 bereits über 70 Prozent einen neuen Job gefunden. Das mildert zumindest die regionalen sozialen Folgen etwas ab.

HABA selbst zeigte sich angesichts der weiteren Sparmaßnahmen zerknirscht, gab sich aber zuversichtlich für die Zukunft. Leider gebe es keine Alternative, erklärte Mario Wilhelm im August 2024. Man müsse die Kosten weiter reduzieren und HABA wettbewerbsfähig aufstellen. Gleichzeitig beteuerte die Führung, man habe mittel- und langfristig positive Geschäftschancen im Blick. Insbesondere durch eine Stärkung des Vertriebs wolle HABA Marktchancen besser nutzen und näher an die Kunden rücken.

Aktuelle Lage 2025: Zwischen Hoffnung und Unsicherheit

Wie steht HABA nun im Herbst 2025 da? Nach Abschluss des Insolvenzverfahrens und mehreren Runden des Personalabbaus arbeitet das Unternehmen in deutlich verkleinerter Form weiter. Waren vor der Krise noch fast 1.700 Mitarbeiter beschäftigt, sind es aktuell nur noch rund 800 Mitarbeitende. Erst im Oktober 2025 kündigte HABA nochmals den Abbau von 50 überwiegend kaufmännischen Stellen an, um die Effizienz weiter zu steigern. Dieser Schritt, so betont die Geschäftsführung, falle ihr nicht leicht, sei aber nötig, um die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit des Familienunternehmens zu sichern. Damit soll der personelle Aderlass abgeschlossen sein; weitere große Einschnitte wurden zumindest öffentlich nicht in Aussicht gestellt.

Trotz aller Sparrunden gibt es auch ermutigende Zeichen. HABA vermeldet, dass sich das Unternehmen in seinen zentralen Geschäftsbereichen mittlerweile stabilisiert habe. Die Spielwarensparte (Marke HABA) entwickelt sich 2025 auf dem Niveau des Vorjahres – was angesichts des Marktrückgangs in der Branche ein kleiner Erfolg ist. Mit anderen Worten: HABA konnte seinen Marktanteil halten, während der Gesamt-Spielwarenmarkt um etwa zehn Prozent geschrumpft ist. Dieses stabile Kerngeschäft nährt die Hoffnung, dass die eingeleiteten Veränderungen greifen.

Im Bereich HABA Pro (Kindermöbel für kommunale Einrichtungen) hingegen bleibt das Wachstum derzeit hinter den Erwartungen zurück. Das Unternehmen berichtet, dass begrenzte finanzielle Spielräume vieler Kommunen zu einer gebremsten Nachfrage führen. Viele Städte und Gemeinden stehen unter Spardruck, sodass Investitionen in neue Kita-Ausstattung vorsichtiger getätigt werden. Das Management will darauf mit verstärkter Produktentwicklung reagieren: In den kommenden Monaten werde man sich auf neue Produkte zur frühkindlichen Förderung konzentrieren und vertriebsunterstützende Maßnahmen für Handelspartner einleiten, um die Nachfrage anzukurbeln. Hier zeigt sich, dass HABA trotz aller Einschnitte weiterhin an Innovation und Marktpräsenz arbeitet, anstatt nur zu schrumpfen.

Auch international sucht HABA neue Chancen. Nachdem man sich aus einigen Auslandsmärkten zurückgezogen hat, geht das Unternehmen nun Partnerschaften ein, um im Ausland präsent zu bleiben. Ein Beispiel: Im Februar 2025 schloss HABA einen Deal mit dem Branchenriesen Asmodee, der künftig den Vertrieb der HABA-Spiele in Frankreich übernimmt. Zuvor hatte HABA seine eigene Frankreich-Tochter geschlossen, doch Frankreich ist ein wichtiger Markt. Durch die Kooperation mit Asmodee sollen Klassiker wie Obstgarten oder Monza nun wieder breit im französischen Handel verfügbar sein. Solche Partnerschaften kosten zwar einen Teil der Marge, ermöglichen HABA aber Präsenz ohne eigene kostspielige Auslandstöchter. Es ist Teil der neuen, schlankeren Unternehmensstrategie.

Die Stimmung in Bad Rodach selbst ist gemischt: Auf der einen Seite Erleichterung, dass HABA noch existiert und weiterhin Spielzeug Made in Germany produziert – keine Selbstverständlichkeit nach der Insolvenz. Auf der anderen Seite bleibt eine gewisse Unsicherheit. Die Gewerkschaft IG Metall fordert vom Management mehr Transparenz und die Einbindung des Betriebsrats bei wichtigen Entscheidungen. Durch den großen Wissens- und Erfahrungsschatz, den HABA mit den vielen ausgeschiedenen Mitarbeitern verloren hat, stehen die verbleibenden Belegschaftsmitglieder unter Druck. Das Know-how muss nun mit neuen Leuten oder durch Umschulungen wieder aufgebaut werden. Betriebsrat und Gewerkschaft hoffen, dass die Firmenleitung aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und künftig früher reagiert, bevor es zu Krisen kommt.

Fazit: Keine akute Pleitegefahr, aber ein steiniger Weg

Nach intensiver Auswertung aktueller Informationen lässt sich die Kernfrage klar beantworten: HABA ist derzeit nicht insolvent oder akut von einer Pleite bedroht. Im Gegenteil – das Unternehmen hat das Insolvenzverfahren Anfang 2024 erfolgreich abgeschlossen und seine Zahlungsfähigkeit wiedererlangt. Die drastischen Sanierungsmaßnahmen haben HABA vor dem unmittelbaren Aus bewahrt. Das Traditionsunternehmen besteht 2025 weiter, wenn auch in deutlich geschrumpfter Form und mit angepasstem Geschäftsmodell.

Allerdings wäre es verfrüht, bereits von einer vollständigen Genesung zu sprechen. HABA steht nach wie vor vor großen Herausforderungen: Das Marktumfeld bleibt schwierig, die Konkurrenz durch Branchenriesen und Billiganbieter ist spürbar, und die Gewinnzone dürfte auf dem reduzierten Umsatzniveau eng sein. Das Jahr 2024 diente der Konsolidierung; 2025 setzt HABA zwar erste neue Akzente, doch die Nachhaltigkeit des Erfolgs muss sich erst zeigen. Weitere kleine Anpassungen – wie der jüngste Stellenabbau im Verwaltungsbereich – waren nötig, um die Firma wettbewerbsfähig zu halten. Positiv ist, dass das Kerngeschäft stabil läuft und HABA seine Rolle als Qualitätsanbieter behauptet hat, während der Gesamtmarkt schwächelt.

Für Kunden und Partner bedeutet die Lage: HABA liefert weiterhin Spielwaren und Möbel, es bestehen keine Anzeichen einer unmittelbaren Geschäftsaufgabe. Wer also befürchtete, HABA-Spielzeuge könnten bald aus den Regalen verschwinden, kann vorerst aufatmen – das Unternehmen kämpft sich durch und investiert sogar in die Zukunft. Dennoch bleibt Wachsamkeit angebracht: Sollte der erhoffte Aufschwung ausbleiben oder die Gesamtwirtschaft weiter schwächeln, steht HABA nur noch mit begrenzten Reserven da. Nach dem drastischen Personalabbau der letzten zwei Jahre ist wenig Puffer für weitere Krisen vorhanden.

Fazit: HABA befindet sich 2025 in einer Phase des Neuaufbaus nach der Krise. Insolvent ist das Unternehmen nicht mehr, es hat die Insolvenz erfolgreich hinter sich gelassen. Die Frage „HABA insolvent?“ kann man also verneinen: Aktuell ist HABA nicht pleite. Allerdings war diese Rettung teuer erkauft, und HABA muss sich seinen künftigen Erfolg in einem anspruchsvollen Markt erst noch erarbeiten. Derzeit jedoch überwiegt vorsichtiger Optimismus: HABA lebt – abgespeckt, aber lebendig – und will beweisen, dass auch in turbulenten Zeiten Made in Germany-Spielzeug eine Zukunft hat.

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