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Gründer von Apple: Steve Jobs, Steve Wozniak und der Mann, der 800 Dollar nahm

letzte Aktualisierung: März 2026

Wenn es um die Gründer von Apple geht, denken die meisten sofort an Steve Jobs. Manche kennen auch Steve Wozniak, den Techniker im Hintergrund. Doch kaum jemand weiß, dass Apple ursprünglich drei Gründer hatte – und dass einer von ihnen seine Anteile nach gerade einmal elf Tagen für 800 US-Dollar verkaufte. Heute wären diese Anteile mehrere hundert Milliarden Dollar wert.

Die drei Gründer von Apple

Apple Computer Company wurde am 1. April 1976 in Los Altos, Kalifornien, offiziell gegründet. Die drei Gründer waren Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne. Jeder der drei brachte etwas Entscheidendes mit: Wozniak das technische Genie, Jobs die Verkäufer- und Visionärsnatur, Wayne die Erfahrung und die Menschlichkeit zwischen zwei oft impulsiven jungen Männern.

Gründer Rolle Anteil
Steve Jobs Visionär, Marketing, Vertrieb 45 %
Steve Wozniak Chefentwickler, Ingenieur 45 %
Ronald Wayne Vertragswesen, Vermittler, Logo 10 % (verkauft für 800 USD)

Steve Wozniak: Das technische Gehirn

Steve Wozniak, von seinen Freunden stets „Woz“ genannt, war der Ingenieur, ohne den Apple nie existiert hätte. Aufgewachsen im Silicon Valley, entwickelte er schon als Kind eine Leidenschaft für Elektronik. Er besuchte regelmäßig den Homebrew Computer Club in Menlo Park, eine Gruppe von Hackern und Bastlern, die davon träumten, Computer für jedermann zugänglich zu machen.

1975 entwarf Wozniak in seiner Freizeit einen Computer, der weit leistungsfähiger war als alles, was damals auf dem Markt existierte. Der Rechner hatte einen Fernsehanschluss, eine Tastatur und ließ sich in BASIC programmieren – zu einer Zeit, als Computer noch mit Kippschaltern bedient wurden. Wozniak wollte die Baupläne ursprünglich kostenlos an andere Bastler verschenken. Es war Jobs, der das kommerzielle Potenzial erkannte.

„Ich war der Bastler, Steve derjenige, der gerne telefoniert hat“, beschrieb Wozniak das Verhältnis zum späteren Partner. Jobs sei derjenige gewesen, der das Geschäftspotenzial gesehen habe – auch weil er ständig blank gewesen sei, ergänzte Wozniak schmunzelnd bei einer Jubiläumsfeier im Jahr 2026.

Steve Jobs: Der Visionär ohne Ingenieursausbildung

Steve Jobs wurde am 24. Februar 1955 in San Francisco geboren und wuchs bei seinen Adoptiveltern in Mountain View und Los Altos auf. Im Gegensatz zu Wozniak war Jobs kein Ingenieur. Er besuchte kurz das Reed College in Portland, brach das Studium jedoch nach einem Semester ab und hörte danach noch eineinhalb Jahre lang als Gasthörer Vorlesungen – unter anderem über Kalligrafie, die später das typografische Design der Apple-Produkte prägen sollte.

Jobs war Perfektionist, Verkäufer und Visionär in einer Person. Er erkannte, was andere nicht sahen: dass Menschen keine Technik kaufen wollen, sondern Erlebnisse. Diese Überzeugung zog sich durch die gesamte Unternehmensgeschichte von Apple – vom Apple I bis zum iPhone.

Ronald Wayne: Der Mann mit den 800-Dollar-Anteilen

Ronald Wayne war der dritte und heute weitgehend vergessene Gründer von Apple. Er war 41 Jahre alt, als Jobs und Wozniak ihn in das Projekt einbanden – damit war er der Erfahrene in der Runde, der als Vermittler zwischen den beiden impulsiven Steves fungieren sollte. Wayne kannte Jobs bereits durch gemeinsame Arbeit bei Atari.

Er schrieb den ersten Partnerschaftsvertrag zwischen den drei Gründern und entwarf das erste Apple-Logo – eine Tuschezeichnung, die Isaac Newton sitzend unter einem Apfelbaum zeigte, umrahmt von einem Zitat aus einem Wordsworth-Gedicht.

Die teuerste Entscheidung der Tech-Geschichte: Elf Tage nach der Gründung verkaufte Ronald Wayne seine 10-Prozent-Anteile zurück an Jobs und Wozniak – für 800 US-Dollar. Er scheute das finanzielle Haftungsrisiko der damaligen Gesellschaftsform und hatte Angst, bei einem Scheitern von Apple persönlich für alle Schulden zu haften. Bereits 1982 wären seine Anteile 1,5 Milliarden Dollar wert gewesen. Heute – mit einer Marktkapitalisierung von Apple von über 3 Billionen Dollar – hätten seine 10 Prozent einen Wert von mehreren hundert Milliarden Dollar.

Wayne selbst äußerte sich später gelassen zu seiner Entscheidung: Er habe nach den damaligen Informationen rational gehandelt. Das Unternehmen war neu, das Haftungsrisiko real, und er hatte bereits eine gescheiterte Firma hinter sich. Was er nicht ahnen konnte: Dass Apple zu einem der wertvollsten Unternehmen der Geschichte werden würde.

Die Gründung: Eine Garage in Los Altos

Das Startkapital von Apple war bescheiden. Jobs verkaufte seinen VW-Bus, Wozniak seinen geliebten HP-65-Taschenrechner. Zusammen kamen sie auf rund 1.300 bis 2.600 US-Dollar. Die Produktion des ersten Computers begann im Schlafzimmer von Steve Jobs und wurde später in die Garage seiner Eltern verlegt – das Bild der Garagenfirma, das bis heute als Symbol für Gründergeist steht.

Das erste Produkt war der Apple I. Wozniak hatte ihn komplett alleine entworfen. Jobs hatte die Idee, ihn zu verkaufen – und fand im Computerladen The Byte Shop in Mountain View den ersten Großkunden: Paul Terrell bestellte 50 Stück zu einem Preis von jeweils 500 US-Dollar. Der Verkaufspreis an Endkunden betrug 666,66 US-Dollar – eine Zahl, die Wozniak nach eigener Aussage schlicht wählte, weil er „sich wiederholende Ziffern“ mochte.

Insgesamt wurden rund 200 Exemplare des Apple I verkauft. Kein Vergleich zu den Millionen von iPhones, die Apple heute alle 90 Sekunden im Wert von einer Million Dollar absetzt. Aber der Grundstein war gelegt.

Der Aufstieg: Apple II, Börsengang und erste Krise

1977 folgte der Apple II – der letzte Computer der Geschichte, der von einer einzigen Person, nämlich Wozniak, komplett alleine entworfen wurde. Er war der erste massentaugliche Heimcomputer mit Farbgrafik und offener Architektur. Die Umsätze explodierten: Von 775.000 US-Dollar im Jahr 1977 auf 118 Millionen US-Dollar im Jahr 1980 – ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 533 Prozent.

Am 12. Dezember 1980 wagte Apple den Börsengang an der NASDAQ. Der Kurs stieg am ersten Tag auf 29 US-Dollar pro Aktie, die Marktkapitalisierung erreichte 1,78 Milliarden US-Dollar. An einem einzigen Tag entstanden rund 300 neue Millionäre – darunter Jobs und Wozniak.

Apples Meilensteine im Überblick:

Jahr Ereignis
1976 Gründung, Apple I für 666,66 USD
1977 Apple II – erster Massenmarkt-PC
1980 Börsengang, 300 neue Millionäre
1984 Macintosh – erster PC mit grafischer Oberfläche
1985 Jobs verlässt Apple nach Machtkampf
1997 Jobs kehrt als CEO zurück
2001 iPod revolutioniert die Musikbranche
2007 iPhone – Smartphone-Revolution
2011 Steve Jobs stirbt mit 56 Jahren

Der Rauswurf und die Rückkehr von Steve Jobs

1985 erlebte Apple eine tiefe Krise. Nach internen Machtkämpfen zwischen Jobs und dem von ihm selbst geholten CEO John Sculley wurde Jobs von seinen operativen Aufgaben entbunden und verließ das Unternehmen. Er gründete noch im selben Jahr NeXT Inc. und kaufte kurz darauf die Animationsabteilung von LucasFilm – daraus entstand Pixar.

Ohne Jobs verlor Apple zunehmend seinen Richtungssinn. 1997 stand das Unternehmen kurz vor der Insolvenz. Apple kaufte NeXT für 429 Millionen US-Dollar – und damit kehrte Jobs zurück. Was folgte, war eine der bemerkenswertesten Unternehmenswenden der Geschichte: iMac, iPod, iTunes Store, iPhone, iPad. Jobs machte Apple zum wertvollsten Technologiekonzern der Welt.

Am 5. Oktober 2011 starb Steve Jobs im Alter von 56 Jahren an den Folgen von Bauchspeicheldrüsenkrebs in Palo Alto. Heute führt Tim Cook das Unternehmen als CEO weiter.

Was Gründer daraus lernen können

Die Geschichte von Apple zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedliche Persönlichkeiten ein Unternehmen formen. Wozniak war der Techniker, der ohne kaufmännischen Antrieb nie ein Unternehmen gegründet hätte. Jobs war der Verkäufer, der ohne Wozniaks Technologie keine Produkte gehabt hätte. Und Wayne war der Erfahrene, der das Risiko scheute – und damit eine Entscheidung traf, die er bis heute nicht bereut, auch wenn andere es für ihn tun.

Für Unternehmer, die selbst eine Firma aufbauen wollen, lohnt sich ein Blick auf die rechtliche Seite solcher Partnerschaften. Wer eine GmbH gründen will und die Kosten kennen möchte, findet dazu alle Informationen im Artikel GmbH gründen: Kosten im Überblick. Wer mit weniger Startkapital beginnen will, kann alternativ mit einer UG gründen.

Fazit: Wer hat Apple gegründet?

Apple wurde am 1. April 1976 von drei Männern gegründet: Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne. Wozniak war das technische Gehirn, Jobs der Visionär und Vermarkter, Wayne der Erfahrene im Hintergrund. Elf Tage nach der Gründung verkaufte Wayne seine 10-Prozent-Anteile für 800 US-Dollar. Jobs und Wozniak bauten Apple zu einem Unternehmen auf, das heute mehr als 3 Billionen US-Dollar wert ist.

Die Geschichte von Apple ist nicht nur die Geschichte eines Unternehmens, sondern die Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Menschen, die sich gegenseitig brauchten – und eine der bemerkenswertesten Partnerschaften der Wirtschaftsgeschichte bildeten.

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